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Oberliga: SG Bruchköbel empfängt Offenbach-Bürgel

Handball. Nach dem Abstieg aus der 3. Liga sind der SG Bruchköbel einige attraktive Derbys flöten gegangen, in der Oberliga gibt es mit der TSG Offenbach-Bürgel aber zumindest noch einen Lokalrivalen, der für spannende Partien gut sein dürfte. 

Artikel vom 26. September 2019 – 12:42

Von Robert Giese

Mit den Offenbachern kreuzt die SGB am Freitagabend ab 20.15 Uhr die Klingen und erwartet in der Dreispitzhalle dann nicht nur ein rassiges, umkämpftes Derby, sondern auch einen extrem torhungrigen Gegner. 32 Tore hat Bürgel bisher durchschnittlich pro Spiel erzielt, einzig die ESG Gensungen/Felsberg war in der noch jungen Oberliga-Saison bisher torgefährlicher.

In der Tabelle steht das Team aus Offenbach aber dennoch vor der ESG, unter anderem deshalb, weil es die Partie bei den Nordhessen spektakulär mit 36:35 für sich entscheiden konnte. Schon im ersten Saisonspiel hatte es die TSG spannend gemacht und einen knappen 28:27-Heimsieg gegen die HSG Wettenberg gefeiert, sodass Bürgel als eines von vier Teams verlustpunktfrei an der Tabellenspitze steht.

Torfabrik Offenbach

Das wollen die Bruchköbeler am Freitagabend allerdings nach Möglichkeit ändern, wie deren Torwart Mike Bätz betont: „Spielerisch sehe ich uns auf einem Niveau, und wir werden sicher hochmotiviert sein.“ Gewarnt ist der SGB-Schlussmann vor allem vor der torgefährlichen Offensive des Lokalrivalen, in der sich bisher Christopher Hofmann, Markus Wagenknecht und Nils Lenort am treffsichersten zeigten – alle drei gehören aktuell zu den zwölf torgefährlichsten Spielern der Oberliga.

Gegen diese Torfabrik wollen die Bruchköbeler nicht nur auf die Qualitäten von Bätz setzen, der am vergangenen Wochenende eine starke Leistung zeigte, sondern generell auf ihre Defensive bauen. „Wenn wir so verteidigen wie in der ersten Halbzeit in Vellmar“, ist der SGB-Torwart überzeugt, „können wir ein Wörtchen um den Sieg mitreden.“ Für diese selbstbewusste Einschätzung hat Bätz gute Gründe, schließlich ließen die Bruchköbeler am vergangenen Wochenende beim Aufsteiger in der ersten Hälfte gerade einmal sieben Gegentreffer zu und durften sich am Ende über den ersten Saisonsieg freuen.

Wiedersehen mit Weggefährten

Um gegen Bürgel, das nicht nur in den Augen von Bätz „eines der Top-Teams“ der Oberliga ist, zu bestehen, wird das Team von Tegaday Ramos-Nuez eine derartige Leistung allerdings über die gesamte Spieldauer hinweg abrufen müssen – und zwar auch im Angriff. Am Freitagabend trifft die SGB-Offensive dabei auf einen alten Bekannten, denn Edi Pjanic steht inzwischen in Diensten der TSG Offenbach-Bürgel, nachdem er in den beiden vergangenen Spielzeiten bereits in Bruchköbel seine Defensivstärke unter Beweis gestellt hatte.

Bätz freut sich auf das Wiedersehen mit dem früheren Weggefährten, will Pjanic aber dennoch keine Punkte gönnen. „Beide Teams wollen gewinnen, beide Teams wollen oben mitspielen“, umreißt der Bruchköbeler Schlussmann die Ausgangslage – und schätzt die eigenen Chancen trotz der Stärke des Gegners nicht so schlecht ein: „Wir brauchen zwar sicherlich noch etwas Zeit, sind inzwischen aber schon einigermaßen eingespielt.“ Am Freitagabend könnten daher Kleinigkeiten entscheiden.

Gute Stimmung erwartet

„Wer konsequenter spielt und die Fehler des Gegners besser ausnutzt, geht als Sieger vom Platz, denn in so einem Spiel“, meint Bätz, „entscheidet die Tagesform.“ Zumindest personell kann der Absteiger dabei alles in die Waagschale werfen, denn zum Derby sind wohl alle 15 Spieler einsatzbereit.

Bätz hofft derweil, dass das Duell mit dem ambitionierten Lokalrivalen – erst am Wochenende waren die Pläne der TSG publik geworden, mit zwei weiteren Offenbacher Vereinen über eine engere Kooperation zu verhandeln – zahlreiche Zuschauer anlockt und die Bruchköbeler ihren Heimvorteil dadurch voll ausspielen können – gewissermaßen mit einem zusätzlichen Mann auf den Tribünen. „Bürgel bringt bestimmt einige Fans mit, stimmungstechnisch wird das sicher gut“, freut sich der Torwart auf eine tolle Atmosphäre, „ich hoffe, dass uns unsere Fans auch lautstark unterstützen, denn es hilft uns sehr, wenn wir wissen, dass wir sie im Rücken haben!“