Bruchköbel feiert seine SG Festredner loben die gesellschaftliche Bedeutung des Vereins beim Festkommers anlässlich des 150. Geburtstags

Auf eine sage und schreibe 150-jährige Geschichte kann die SG Bruchköbel in diesem Jahr zurück- blicken, was für den knapp 2000 Mitglieder zählenden Sportverein am Freitagabend Anlass war, dieses besondere Jubiläum gebührend zu feiern. Dabei zeigte die SGB, dass sie trotz ihres betagten Alters alles andere als eingestaubt ist, denn neben Festreden begeisterte auch das abwechslungsreiche Showprogramm die Gäste im Bruchköbeler Bürgerhaus.

Das Bürgerhaus stehe, wie SGB-Präsident Peter Stutz gleich eingangs ausführte, auf historischem Boden, schließlich stand an der gleichen Stelle vor über 100 Jahren die alte Turnhalle der Turngesellschaft Bruchköbel, einem der Vorgängervereine der SG Bruchköbel. Auf diesem geschichtsträchtigen Boden hatten sich angesichts des Jubiläums zahlreiche Ehrengäste aus Sport und Politik eingefunden: Neben der Bundestagsabgeordneten Katja Leikert die beiden Landtagsabgeordneten Hugo Klein und Christoph Degen, dazu Landrat Thorsten Stolz sowie sein Vorgänger Erich Pipa, und auch der Bruchköbeler Bürgermeister Günter Maibach ließ es sich selbstverständlich nicht nehmen, der Feier des größten Sportvereins der Stadt beizuwohnen. Dieser lobte als erster Festredner dann auch die „seit Jahrzehnten vorbildliche Arbeit“ des Vereins, der dadurch maßgeblich dazu beitrage, die Lebensqualität in Bruchköbel zu erhöhen. Insbesondere die hochklassig spielenden Vereine aus der Handball- und Fußballabteilung begeisterten Woche für Woche viele Bruchköbeler Bürger, aber auch das Engagement der SGB im Breitensport hob Maibach heraus. „Ohne sie wäre unsere Gemeinschaft ärmer“, betonte der Bruchköbeler Bürgermeister und sagte dem Verein weiterhin seine volle Unterstützung zu. Auch Rainer Gimplinger, der als Vorsitzender der Sparkassen-Sportstiftung die Laudatio hielt, unterstrich die Rolle der Vereine, die neben Gesundheit und Fitness auch Werte vermittelten und gerade jungen Menschen Stabilität gäben, als „bewahrenswertes Kulturgut“ – und diese Rolle erfülle die SG Bruchköbel mit viel Leben. Gerade die Jugendarbeit sei der „Puls der Vereine“, und angesichts von beinahe 1000 Kindern und Jugendlichen bei der SGB „schlägt dieser Puls in Bruchköbel kräftig und beständig.“ Er sehe den Verein deswegen, betonte Gimplinger unter dem Applaus der Anwesenden, „auf dem Weg in eine blühende Zukunft.“ An Vergangenheit und Gegenwart knüpfte hingegen Landtagsmitglied Hugo Klein an, der daran erinnerte, dass die Mitgliederzahl des Vereins heute rund doppelt so hoch ist wie die Einwohnerzahl Bruchköbels bei Vereinsgründung vor 150 Jahren. Sporthistorisch sei das, wie Dr. Heinz Zielinski, der Vizepräsident des Landessportbundes Hessen, betonte, eine „gewaltige Zeit, seitdem hat der Verein über 15 Dekaden eine großartige Leistung erbracht, die gar nicht hoch genug einzuschätzen ist.“ Landrat Thorsten Stolz ergänzte, dass die SGB inzwischen nicht nur mit der Geschichte vieler Bruchköbeler Familien eng verwoben sei, sondern dass der Verein „auch Bestandteil der Sportlandschaft im Main-Kinzig-Kreis“ sei. Wie sehr Stolz mit dieser Aussage recht hatte, zeigte sich dadurch, dass zahlreiche Vertreter anderer Sportvereine vor Ort waren und ihre Glückwünsche überbrachten: Ob die TG Hanau, der TV Roßdorf oder die TSG Erlensee, viele Vereine aus der Region ließen sich die Gelegenheit nicht nehmen, um mit den Bruchköbelern zusammen ihr Jubiläum zu feiern. Wie fest der Verein aber nicht nur in der Sportlandschaft der Region, sondern auch in der Stadt verwurzelt ist, zeigte die Tatsache, dass auch Vertreter der politischen Parteien und anderer Bruchköbeler Vereine der Sportgemeinschaft ihre Aufwartung machten. Aufgelockert wurden die Redebeiträge der Festredner durch Musik- und Showeinlagen: Ob Travestie-Star Olga Orange, die „Keweler Elfen“, die Kapelle der Freiwilligen Feuerwehr oder die Chorgruppe „Happy Voices“, zwischendurch sorgten diese kurzweiligen Auftritte für gute Stimmung im Publikum. Das lag auch an Ex-Bürgermeister Klaus-Dieter Ermold, der die Moderation des Abends übernahm, und nicht zuletzt an Peter Stutz, denn die beiden sorgten mit kurzen, launigen Ansprachen immer wieder für Lacher im Saal. Die Vorgabe „150 Jahre in 150 Minuten“ konnte die SG Bruchköbel angesichts der vielen Gratulanten zwar nicht einhalten, die zahlreichen Gäste verlebten aber nichtsdestoweniger einen rundum gelungenen Abend.

Ehrungen Im Rahmen der 150-Jahr-Feier der SG Bruchköbel konnten sich einige verdiente Mitglieder der SG Bruchköbel über eine besondere Anerkennung freuen, denn die stellvertretende Vorsitzende des Sportkreises Main-Kinzig, Sieglinde Weber, ließ es sich nicht nehmen, gleich sechs Mitgliedern die Ehrennadel des Landessportbundes in Bronze zu überreichen. Auf diese Weise wurde das langjährige Engagement von Brigitte Brede, Ingrid Pförtner, Erhard Berg, Oliver Gust, Markus Link und Tobias Schadeberg gewürdigt. (HA vom 19.03.2018)

Ehrung der Jubilare: SGB-Vizepräsident Manfred Brede (von links), Prof. Heinz Zielinski, Sieglinde Weber, Peter Stutz, Ingrid Pförtner, Oliver Gust, Erhard Berg, Tobias Schadeberg, Brigitte Brede und Markus Link.