Jahreshauptversammlung und Vorstandswahlen bei der SG Bruchköbel, Abteilung Fußball: Gemeinsam sind wir stärker.

Die SG Bruchköbel, Abteilung Fußball hatte am 12. April zur ihrer Jahreshauptversammlung ins Bürgerhaus Bruchköbel eingeladen. Insgesamt 76 der 541 Mitglieder der Abteilung nahmen diese an und wollten mit ihrer Stimme den Vorstand für die kommenden zwei Jahre wählen. Unter ihnen und mit einem besonders herzlichen Applaus der Anwesenden begrüßt, Werner Keim, seit 67 Jahren treues Mitglied der Abteilung und Karl Simon, das mit 90 Jahren älteste Mitglied. Wer angesichts der sportlichen Entwicklung der Ersten Mannschaft und des Kreisoberligateams Dissonanzen innerhalb der Vereinsfamilie erwartet hatte, sah sich schwer getäuscht. Die Verantwortlichen um den Ersten Vorsitzenden Oliver Gust konnten auf ein wirtschaftlich erfolgreiches Jahr zurückblicken und vor allem den Mitgliedern darlegen, dass entscheidende Trendwenden im Verein bereits eingeleitet wurden. Schon auf den ersten Blick erkennbar und von allen Seiten mit Wohlwollen und Freude gelobt, war die Zusammensetzung der Versammlung ein erster Hinweis auf eine vielversprechende Zukunft. Erstmals hatten sich viele jugendliche Mitglieder zu einer Jahreshauptversammlung im Bürgerhaus eingefunden. Jugendleiter Schröder erkannte darin das Potenzial, dass im Verein stecke. Gust betonte in seiner Rede, dass in Bruchköbel eines immer gewiss gewesen sei: „In Zeiten der Krise rücken wir zusammen und lösen unsere Probleme.“ Diesem Zusammenhalt sei es geschuldet, dass die SG Bruchköbel in ihrer einhundertneunjährigen Geschichte immer wieder erfolgreich war. Deswegen sei es ihm auch nicht Bang um die Zukunft. Der frühzeitige Trainerwechsel hin zu Albert Repp im Januar und die anschließenden sportlichen Ergebnisse dokumentieren für ihn zwei Dinge: Erstens, mit Repp wurde für den Verein nicht nur ein sportlicher Fachmann, sondern ein Vereinsmensch gewonnen, der bestens nach Bruchköbel passe. Zweitens, dass ein neuer Teamgeist in der ersten Mannschaft geweckt wurde. Das Unentschieden gegen den Tabellenersten FV Bad Vilbel und der Sieg gegen den Tabellenvierten Viktoria Nidda seien der verdiente Lohn für den Zusammenhalt der Mannschaft gewesen. Die große Identifikation der Mannschaft für ihren Verein lässt sich auch an der Wahl von vier Spielern in den Vergnügungsausschuss ablesen. Dass dieser Geist der Geschlossenheit und der Wille, seine Zukunft selbst in die Hand zu nehmen, im gesamten Verein vorzuherrschen scheint, zeigten die anschließenden Vorstandswahlen. Oliver Gust wurde in seinem Amt als Abteilungsleiter ebenso einstimmig bestätigt, wie der stellvertretende Vorsitzende Joachim Jüriens, der Jugendleiter Helge Schröder sowie die Kassierer Rita Weber und Volker Kalix. Die Mitglieder stärkten und verbreiterten den Vorstand mit der Wahl Andreas Trostmanns und Steffen Henkels zu weiteren stellvertretenden Vorsitzenden. Die vakanten Ämter des stellvertretenden Jugendleiters und des Schriftführers wurden mit Tobias Müller und mit Volkmar Höhne besetzt. Höhne folgt in dieser Rolle Martin Wilhelmi nach, der am 7.Mai für das Amt des Präsidenten der SG Bruchköbel kandidiert. In Zeiten, in denen so mancher (Nachbar-)Verein Probleme mit der Besetzung der essentiellen Vorstandsämter hat oder sogar daran scheitert, geht durch die Wahl von insgesamt dreizehn Personen in den Vorstand der Bruchköbeler Fußballer ein Zeichen der Stärke und breiten Verankerung der Abteilung im gesellschaftlichen Lebens Bruchköbel aus.

Abschließend und auch zum Grundtenor der Versammlung passend, verlieh Oliver Gust drei Mitgliedern, die aus der ersten Reihe des Vorstandes bzw. des Trainerteams zurücktreten, Ehrenurkunden. Frank Ruffieux, Stefan Alraum und Michael Kwasniok wurden für ihr langjähriges, weit über das normale Maß hinausgehende Wirken im und für den Bruchköbeler Fußball ausgezeichnet.

Bereits im Laufe des Abends hatte Oliver Gust den ehemaligen Jugendleiter und scheidenden stellvertretenden Vorsitzenden Frank Ruffieux mit dem Satz geadelt: “Der Name Ruffieux ist der Inbegriff für Fußball in Bruchköbel.“ Diese Vorlage hatte Jugendleiter Schröder in seiner Rede aufgenommen und als Ziel der Jugendarbeit ausgegeben, den neuen Ruffieux auszubilden. Nicht nur die sportlich qualifizierte Ausbildung stünde somit im Vordergrund, sondern insbesondere die charakterliche Anleitung von Jugendlichen. Die Gesellschaft brauche junge Menschen, die sich mit ihrer Gemeinde und ihrem Verein identifizieren und bereit seien, für diese Gemeinschaft Verantwortung zu übernehmen. (Autor: Martin Wilhelmi)

v.l.n.r.: Frank Ruffieux, Oliver Gust und Stefan Alraum

 

v.l.n.r. (stehend): V. Kalix, R. Weber, O. Gust, A. Trostmann, J. Jüriens, V. Höhne; sitzend: H. Schröder und T. Müller