Unsere beiden Damenteams haben in der vergangenen Saison geliefert, man kann sogar sagen, sie haben die Erwartungen übertroffen!
Nach dem bitteren Abstieg in der Vorsaison war das Ziel mit einem verjüngten Team in der BOL zunächst einmal sich zu finden, bevor man dann wieder höhere Ziele anstrebt! Schon in der Vorbereitung merkte man, dass unser Damenhandball-Aushängeschild wieder heiß auf das Spiel mit dem Ball ist. Zum Saisonbeginn überraschte man die Gegner und sich selbst mit einer Siegesserie von sechs Siegen in Folge, besonders spannend war es beim 22:21-Auswärtssieg in Hainburg. Danach gab es zwei Auswärtsniederlagen und zum Ende der Vorrunde wieder drei Siege. Das Highlight der Hinrunde war der unerwartet deutliche 30:20-Heimsieg gegen das Spitzenteam des TV Flieden.
Im neuen Jahr startete man wieder mit einer Siegesserie, diesmal waren es fünf Siege am Stück. Der Unterschied zur Hinrunde, nämlich die zum Teil sehr deutlichen Ergebnisse, zeigten die positive Entwicklung, die das Team des Trainer-Duos Chiara Strohl/Stefan Wagner kontinuierlich nahm. Auch eine Heimniederlage gegen den am Ende Tabellendritten Hainburg brachte unsere Mädels nicht aus dem Tritt. Es folgte prompt wieder eine Serie von vier Siegen. Die Ausgangsposition vor dem letzten Saisonspiel in Flieden war somit exakt die gleiche wie vor zwei Jahren, als man die BOL-Meisterschaft im letzten Spiel durch ein Unentschieden gegen Rodgau feiern konnte. Das Endspiel in Flieden, zudem ein großer SGB-Anhang mitgereist war, hielt in Sachen Spannung alles, was man versprechen kann. Ein ersatzgeschwächtes SGB-Team zeigte kämpferisch und spielerisch eine absolute Topleistung. Da man im Handball sowieso nicht auf Remis spielen kann, wurde im Saisonfinale alles gegeben. Zehn Minuten vor Schluss führte man sogar mit zwei Toren. Da aber bis zum Schlusspfiff kein einziger Treffer mehr gelang, verlor man am Ende mit dem knappsten aller Ergebnisse 27:28. Flieden konnte Meisterschaft und Aufstieg feiern, unser Team kann aber sehr stolz auf die Leistung in der gesamten Saison sein.
Über die Saison hinweg wurden 28 Spielerinnen eingesetzt, die Hälfte davon konnte sich mehr als 17mal in die Torschützenliste eintragen, am häufigsten trafen Nina Kneupper (124 Tore, davon 45 Siebenmeter) und Jessica Pinne (79 Tore).
Zur neuen Saison wird das Team abermals eine Verjüngung erfahren, mit Sassi Müller, Ayla Muratoglu, Corinna Herzog und Jessica Kuske beenden vier sehr erfahrene Spielerinnen ihre Karriere. Nina Kneupper verlässt uns in Richtung TV Hungen/Lich, dafür gibt es bereits zwei Neuzugänge, nämlich Merit Breideband kommt vom TV Langenselbold und Nina Neuhäusel von der HSG Oberhessen. Natürlich wird das auch weiter verstärkt durch Spielerinnen der 2. Damen sowie aus der weiblichen A-Jugend.
Unsere 2. Damen haben bereits in der Vorsaison positiv aufhorchen lassen, als sie sich in der zweigeteilten Bezirksliga überraschend für die Aufstiegsrunde qualifiziert hatten. In die Saison 25/26 ging man nahezu unverändert und am Ende stand in der nun wieder einklassigen Bezirksliga ein sensationeller 4. Platz mit Tuchfühlung zu den Aufstiegsplätzen.
In der Hinrunde gab es sieben Siege und drei Niederlagen, in der Rückrunde waren es sechs Siege und vier Niederlagen. Dabei verlor man zwar beide Partien gegen den späteren Meister HSG Maintal, die Punkte gegen Vizemeister Dreieich II und den Dritten HSG OberBieberStamm blieben aber allesamt bei der SGB. 29 Spielerinnen wurden eingesetzt, am besten getroffen hat Kim Plitzko (91 Tore, davon 17 Siebenmeter in zwölf Spielen).
Zur neuen Saison wird es einen größeren Umbruch geben. Die SGB und die Mannschaft bedanken sich beim Trainerteam Oliver Kunst, David Korbiel und Nico Bätz. Das Training wird zukünftig Franziska Gast als Spielertrainerin leiten, unterstützen wird sie dabei Tegaday Ramos Nuez. Bei den Spielerinnen beendet Kim Plitzko ihre Handballkarriere, Leonie Matusewicz wechselt zur HSG Bachgau und Ira Kienzl kehrt in ihre nordhessische Heimat zurück. Julia Lambert und Jennifer Chilla werden für die 1. Damen eingeplant. Neuzugang ist Lisa Kremer vom TV Langenselbold.
Das Ziel für die Saison 2026/27 lautet Weiterentwicklung der Mannschaft und Heranführung von Jugendspielerinnen an den Aktivenbereich.