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SGB-Handballmärchen – Teil 2: Der Igel und der Igel (Batinovic und Kosch)

Es war einmal ein Handballspiel, bei dem stand eigentlich das Ergebnis von vorne herein fest. Der Gegner der SGB hatte eine so junge Mannschaft, die durch ihr unglaubliches Tempospiel bisher jedes Team in Grund und Boden gerannt hatte. Besonders ihr Linksaußen war in der ganzen Liga gefürchtet. Er war so schnell, dass keinem Gegner ein Mittel einfiel gegen seine Tempoläufe. Sogar eine Linksaußen-Manndeckung war zwecklos.

Der Bruchköbeler Trainer kannte das Problem, das es zu lösen galt. Bei der Taktikbesprechung kurz vor Spielbeginn, ließ er einigen Spielern noch Haare und Bart schneiden, was sich im Nachhinein als spielentscheidende Maßnahme erweisen sollte. Das Spiel begann und die starke SGB-Abwehr ließ im Positionsspiel des Gegners keine Chancen zu. Lediglich durch Tempogegenstöße konnte er scoren. Doch je mehr Spielzeit die Anzeigetafel aufwies, umso weniger locker konnte der hochgelobte Linksaußen seinen Bewacher abhängen. Oftmals musste er sogar festellen, dass er zu langsam war und der Ball beim Gegenspieler landete, der ihm dann zurief: “Ätsch, ich bin schon da!” Der Starspieler lief sich die Lunge aus dem Leib. Er bekam einen roten Kopf und einen dicken Hals. Schließlich ließ er sich entnervt und unter Vortäuschung einer Verletzung auswechseln. Das Spiel endete mit einem triumphalen Sieg für die SGB. Der schwer geschlagene Spieler musste die Reihe der Schwarzgelben an sich vorüberziehen lassen und jedem zum Sieg gratulieren. Erst jetzt bemerkte er, dass es bei der SGB zwei fast identisch aussehende Spieler gab. Diese hatten sich von Anfang an in jedem Angriff abgewechselt, um Kräfte zu sparen. Da der Linksaußen sich aber nur auf sein eigenes Spiel konzentrierte und auch nie auf seinen Trainer hörte, war ihm dies garnicht aufgefallen!

Die beiden Brüder saßen nach dem Spiel zusammen im Foyer der Dreispitzhalle und lachten darüber, wie sie dem übermächtigen Gegner ein Schnippchen schlagen konnten, mit einem Trick, den sie schon in der Schule bei Mathematik-Arbeiten angewendet hatten. Und wäre den Beiden nicht irgendwann das Bier ausgegangen, säßen sie vielleicht noch heute im Foyer und lachten…

So, und was hat die Geschichte nun mit der Vorstellung unseres neuen Oberliga-Teams zu tun? Der schlaue Leser weiß es bereits! Im neuen Team wird es nicht reichen, schnell und stachelig zu sein. Nein, Listigkeit wird ebenso gefragt sein. Gerade auf der Spielmacherposition wird diese Eigenschaft sehr von Vorteil sein, müssen hier doch zwei Spieler ersetzt werden, die in den letzten beiden Jahren in der 3. Liga als Spielgestalter auf sich aufmerksam gemacht haben, nämlich Tegaday Ramos Nuez, der sich ab sofort nur noch auf seinen Trainerjob konzentriert, und Jonas Ulshöfer der in der letzten Saison den Trainerfuchs des ThSV Eisenach so sehr beeindruckte, dass er nun tatsächlich für sie spielt, und zwar in der 2. Bundesliga! Wie schon im lnterview des vorangegangenen Teils zu lesen war, wird in Zukunft Hrvoje Batinovic unser Spielgestalter und der verlägerte Arm des Trainers auf dem Feld sein. Wer Batinovic bereits in den ersten Testspielen sehen durfte, wird mit Freude erkannt haben, dass das Attribut “listig” nie besser angewandt wurde. Der gelernte Sporttrainer wird seit jeher bei seinem Spitznamen “Tajso” gerufen, was auch uns, die wir sicherlich Probleme mit den vielen Konsonanten in seinem Vornamen haben, entgegen kommt. Was der Spitzname eigentlich bedeutet und von wem er ihn verpasst bekommen hat, das Geheimnis könnten wir hier natürlich lüften. Wenn wir es denn wüssten!? Wir müssen uns da aber gedulden, bis wir Tajso in einer der ersten Ausgaben der Handball Aktuell dann ausführlich interviewen. Dann kann er auch mehr über seine bisherigen Erfolge berichten. Immerhin zählen dazu eine EM-Bronzemedaille mit Kroatien, zwei Landesmeistertitel mit RK Zagreb, Teilnahme in der Championsleague sowie 10 Tore in

der letzten Saison gegen SG Bruchköbel…in einer Halbzeit wohlgemerkt. Deshalb ist es immer gut, wenn so ein Spieler nun im eigenen Team spielt und nicht beim Gegner!

Doch die Spielmacherposition ist auch in diesem Jahr nicht nur sehr gut, sondern auch doppelt besetzt. Moritz Kosch wird mit Batinovic nicht nur im Wechsel auf der Rückraum Mitte spielen, sondern auch, wie auf dem Foto zu sehen, mit ihm gleichzeitig bei den Gegnern für Verwirrung sorgen. Eine Maßnahme, die auch schon im Vorjahr mit Tega und Ulsi erfolgreich Anwendung fand. Koschi ist Student und stammt aus einer echten Handballerfamilie. Trotz seiner Jugend, er ist Jahrgang 1998, ist der 1,87m-Mann schon sehr erfahren, hat beim TV Langenselbold, in Hanau und zuletzt bei der HSG Kahl/Kleinostheim gespielt.

Zum Schluss noch ein kleiner Tipp aus dem Urlaub: Liebe Fahranfänger, die ihr das Land Bosnien-Herzegowina nachts als Transitland benutzen wollt, für euch herrscht zwischen 23 und 5 Uhr Fahrverbot! Also Jungs und Mädels, färbt euch die Haare grau oder klebt euch wenigstens einen Bart an, damit ihr älter ausseht…