Menü
Du bist hier: SG Bruchköbel » Handball » Herren » Herren1 » SGB-Handballmärchen Teil 3: Hinter der Dornenhecke (die Leute vom Kreis)
SG Bruchköbel

HAndball

SGB-Handballmärchen Teil 3: Hinter der Dornenhecke (die Leute vom Kreis)

Es war einmal eine junge, wunderhübsche Handballmannschaft, die hatte einen sehnlichsten Wunsch, nämlich einmal nur in der Oberliga Hessen zu spielen. Und wie das immer so in Märchen ist, ging dieser Wunsch eines Tages in Erfüllung, weshalb ein großes Fest gefeiert wurde. Alle wichtigen Spieler, Trainer und Wegbereiter des großen Erfolges wurden eingeladen. Alle, außer einem!

Als das berauschende Fest dem Ende nahte, trat ein jeder Ehrengast noch einmal vor, um dem Verein und der Mannschaft alles Gute, immer eine volle Hütte, gesunde Spieler und natürlich viele weitere Erfolge zu wünschen. Da trat auch derjenige hervor, den man aus Versehen hatte vergessen einzuladen. Er sprach: „Da nun ihr euer großes Ziel erreichtet und Oberligist seid, wünsche auch ich euch Erfolg, jedoch sollt ihr für alle Zeiten keine höhere Klasse spielen!“ Geschockt trat ein letzter Gast ans schwarzgelbe Mikrophon und versuchte das Gesagte seines Vorredners abzuschwächen, indem er zu Protokoll gab: „Sicher wird es eine gewisse Zeit dauern, sich in der Oberliga zu etablieren, doch eines Tages, vielleicht auch erst in 24 Jahren werden wir auch Bundesliga spielen!“ Der Applaus für diese Worte war enorm, und da bei dieser wie auch jeder anderen Feier der Handballer Alkohol verköstigt wurde, war die Prophezeiung des Vorletzten Redners schnell vergessen. 

Der Handballverein spielte fortan mal gut und mal weniger gut mit in der Oberliga Hessen. Es schien, als sollte man für alle Zeiten Oberligist bleiben. Doch wunderte sich all die Jahre keiner in Bruchköbel darüber. Bis eines Tages ein Prinz aus dem nahen Gelnhausen den nahezu undurchdringlichen Weg in unsere Dreispitzhalle fand. Er küsste im ebenfalls für Märchen typischen übertragenen Sinn unser fast schon in die Jahre gekommenes Oberligateam wach und brachte es tatsächlich in die 3. Bundesliga. Und siehe da, zu diesem Zeitpunkt waren genau 24 Jahre ins Land gegangen…

Und wenn sie nicht wieder abgestiegen wären, dann gewännen sie noch heute die wichtigen Derbys in Liga 3!!!

Egal ob es im Märchen 100 Jahre sind oder 24 Jahre, das vergangene Jahr war auf jeden Fall sehr, sehr lang. Es kommt einem nicht vor, als wäre Jannik Hoffmann nur ein Jahr weg gewesen, oder? Sein Platz am Kreis wurde zwar von Max Panther aufopferungsvoll vertreten, doch da dieser leider sehr oft Einzelkämpfer auf der Position war, wurde ein gutes Kreisläuferteam a la Vuko/Hoffmann, wie man es von früher kannte, sehr schmerzlich vermisst. Ganz zu schweigen von der Lücke, die Jannik in der Abwehr hinterlassen hat. Hier hatte man in der vergangenen Saison manchmal den Eindruck, der Platz im Mittelblock wird extra für Janniks Rückkehr frei gehalten! Leider hatten manche Gegner unfairerweise diesen Freiraum zu ihren Gunsten ausgenutzt. Jedenfalls war der Jubel groß, als bekannt wurde, dass Hoffmann nach seinem Studienjahr in Südamerika zur SGB zurückkehren wird. Aktuell ist der Jubel noch etwas gedämpft, da Jannik Probleme mit der Patellasehne hat. Hier wünschen wir ihm natürlich alle alles Gute, dass seine Verletzung sich nicht als schwerwiegend erweist und er unserem Team bald auch auf dem Spielfeld helfen kann. Sollte er, der wie kein Zweiter seine Mitspieler und das eigene Publikum mitreißen kann, endlich auf die Platte zurückkehren, wird er in der kommenden Saison jedenfalls nicht allein sein!

An seiner Seite wird in der Abwehr ein Spieler stehen, der mit einer Größe von 1,97 m und einem Kampfgewicht von 117 kg eine stattliche Erscheinung ist. Tobias Jockel wird nicht nur in unserer Abwehr eine tragende Rolle spielen, er wird sich auch im Angriff den Job als Kreisläufer mit Jannik Hoffmann teilen. Gelernt hat Jockel, dessen vielsagender Spitzname Bambam ist, das Handballspielen in Oberursel.  Seine größten Erfolge hat der Eintrachtfan jedoch in Bayern gefeiert. Bei der TV Großwallstadt Juniorenakademie ist er Bayerischer Jugendmeister und Bayern-Auswahlspieler geworden. 

Gemeinsam haben unsere beiden zukünftigen Kreisläufer, dass sie, wenn es die Zeit erlaubt, sich beide generell für Sport interessieren.Was dabei heraus kommt, das werden wir im Laufe der Saison in Interviews oder in den neuen Steckbriefen erfahren… 

Zum Schluss ein weiterer Tipp aus dem Urlaub: Wer in Belgien im Straßenverkehr zögert, verliert sein Vorfahrtsrecht. Passt irgendwie zum Handball, wer zögert verliert…