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Trotz Niederlage „ein geiles Gefühl“

Handball – Das war bitter! Statt die Chance zum Siegtreffer zu nutzen, gerieten die C-JugendMädchen der SG Bruchköbel im letzten Moment des Heimspiels gegen HSG Dutenhofen/ Münchholzhausen am vergangenen Sonntag noch auf die Verliererstraße – sie gingen damit zum Auftakt der Saison 2019/20 in der Oberliga Nord leer aus. Aber für die Mädels und ganz besonders die 13-fachen Torschützin Tea Kovjenic war das kein Beinbruch: „Es war einfach ein geiles Gefühl, weil wir tollen Teamgeist gezeigt und die Fans uns fantastisch angefeuert haben“, war die 13-Jährige völlig aus dem Häuschen.

Man habe bis zuletzt leidenschaftlich gekämpft und alles gegeben, statt in schwierigen Situationen die Köpfe in den Sand zu stecken. „Ich hatte nicht alle Siebenmeter verwandeln können, aber mein Trainer und meine Mitspielerinnen haben mir weiter Mut zugesprochen, das hat gutgetan und mich wirklich gestärkt“, freute sich Tea Kovjenic. Als Regisseurin der SGB hatte sie im ersten OberligaSpiel auch vieles richtig gemacht – Auge bewiesen, Bälle verteilt und immerhin 13 der 21 Tore erzielt. Und auch wenn es am Ende schief gegangen ist und die Schützlinge von Trainer Detlev Haye knapp unterlagen, habe das Spiel allen Spaß gemacht. „Obwohl wir in dieser Besetzung noch nicht so lange zusammenspielen, haben wir uns als Mannschaft schnell gefunden“ zeigte sich Tea Kovjenic erstaunt über den Start in der höchsten Spielklasse der C-Jugend

Auch für die Hanauerin ist die Oberliga Neuland. „Die Gegner stellen uns jetzt vor größere Herausforderungen“, sagt sie. Ziel der SGB ist ein Platz im Mittelfeld. „Dafür müssen wir passgenauer und fangsicherer werden“, findet die 13-jährige Schülerin, die in der Abwehr zupacken kann und vorne als Regisseurin die Bälle verteilt, Spielzüge einleitet und sich insbesondere eins gegen eins durchzusetzen weiß.

Als Siebenjährige war Tea Kovjenic zum Handball gekommen. Sie nahm in der Grundschule an einer Handball-AG teil. Die Trainer der HSG Hanau erkannten das Talent und luden sie zum Training ein. Und da ihre Mutter ohnehin wollte, dass sie eine Sportart betreibt, tat sie ihr doch allzu gerne den Gefallen. Sie ging aber statt zur vorgeschlagenen Ballettstunde zum Handball bei der HSG Hanau. Es machte ihr nichts aus, hier bei den Jungen zu trainieren und zu spielen – da herrsche ihrer Meinung nach eine größere Disziplin, und es werde härter trainiert. Nichtsdestotrotz freute sie sich, als der Wechsel zu den Mädchen bevorstand. Bei der SG Bruchköbel fand sie eine neue Heimat und fühlt sich seitdem pudelwohl.

Das Besondere am Handball für Tea Kovjenic: „Mir gefällt die schnelle, aggressive Spielweise und der mannschaftliche Zusammenhalt.“ Die SGB sei ihre zweite Familie geworden, hier unterstützt jeder jeden. Für Tea Kovjenic, die serbische Wurzeln hat, war es selbstverständlich, nach dem eigenen Spiel noch die Oberliga-Herren um ihr Vorbild Milos Kreckovic zu unterstützen. Die C-Jugendliche bewundert auch den dänischen Nationalspieler Mikkel Hansen sowie Andy Schmid von den Rhein-Neckar-Löwen. Auch sie selbst möchte irgendwann gerne mal hochklassig spielen – genug Ehrgeiz hat sie. Und um dieses Ziel zu erreichen, arbeitet sie weiter hart und konzentriert an sich. Und mit ihren Mädels der SGB wird sie alles daransetzen, die ersten Zähler unter Dach und Fach zu bringen. Die nächste Gelegenheit bietet sich am kommenden Samstag um 15.30 Uhr bei der HSG Baunatal.