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Zum Umstellen gezwungen

OBERLIGA Leon Eck und die SG Bruchköbel müssen wegen Zutic-Sperre rotieren

VON ROBERT GIESE

Handball – Am vergangenen Wochenende konnte die SG Bruchköbel bei der starken HSG Pohlheim doppelt punkten, an diesem Sonntag – Anpfiff ist um 18 Uhr – will die SGB vor eigenem Publikum in der Dreispitzhalle nachlegen. Dann empfangen die Bruchköbeler mit der SG Rot-Weiß Babenhausen ein Team aus dem Tabellenkeller, das bislang noch sieglos ist. Obwohl das Team von Tegaday RamosNuez auf einen wichtigen Spieler verzichten muss, will der Tabellenvierte der Oberliga alles daran setzen, dass dies so bleibt.


Der turbulente Auswärtssieg hat für die Bruchköbeler nämlich Folgen, denn Sergej Zutic sah in der Schlussphase der Partie die Blaue Karte und ist somit vorerst gesperrt. „Ein herber Verlust für uns“, wie Zutics Teamkollege Leon Eck betont, schließlich ist Zutic nicht nur einer der Schlüsselspieler bei der SGB, sondern auch deren einziger Linkshänder im Rückraum. „Wir müssen mal schauen, wie wir das kompensieren“, meint Eck, „aber wir haben da einige Optionen, unser Kader ist breit genug.“


Gut möglich, dass auch Eck zeitweise im rechten Rückraum auftaucht – für einen Rechtshänder wie den Neuzugang aus Kahl eine eher ungewohnte Position. Entschieden sei aber noch nichts, und Eck weist auch darauf hin, dass SGB-Trainer Ramos-Nuez auch mit einer taktischen Umstellung auf Zutics Sperre reagieren könnte.


Eck jedenfalls ist heilfroh, in der Vorwoche trotz all der Hektik in der Schlussphase in Pohlheim gewonnen zu haben. „Wir haben zur Halbzeit mit neun Toren geführt, wenn wir dieses Spiel nicht gewonnen hätten, hätten wir daran lange zu knabbern gehabt.“ Bei den Mittelhessen habe die SGB eine sehr gute erste, aber eine reichlich durchwachsene zweite Halbzeit gespielt. „Aber auch da haben wir in den entscheidenden Phasen wichtige Tore gemacht und letztlich gewonnen“, unterstreicht der Rückraumspieler.


Grundstein dafür war das erfolgreiche Tempospiel im ersten Durchgang, das laut Eck auch gegen Babenhausen eine Waffe sein könnte: „Wir sollten generell immer versuchen, übers Tempo zu kommen, weil das die einfachste Art ist, um Tore zu erzielen“, meint Eck. Damit kann Bruchköbel Defizite im Positionsangriff aufwiegen: „Im gebundenen Spiel“, räumt Eck ein, „fehlt uns zuweilen noch das nötige Tempo.“


Gegen Babenhausen sei es daher umso wichtiger, die Angriffe konsequent und konzentriert bis zum Ende auszuspielen, auch wenn die Südhessen bisher noch nicht viel gerissen haben: Zwei Unentschieden gelangen den „Löwen“ in dieser Saison, bei den restlichen Spielen ging der Tabellen-13. leer aus. Insbesondere auswärts haben die Babenhäusener bislang keinen Blumentopf gewonnen, sondern jedes Mal hoch verloren, zuletzt mit 20:33 beim direkten Konkurrenten HSG Breckenheim/Wallau/Massenheim.


Die Statistik der Südhessen liest sich dementsprechend bescheiden: Über 30 Gegentore muss Babenhausen pro Spiel durchschnittlich hinnehmen, die eigene Offensive ist hingegen eher harmlos – mit 28 Saisontoren ist Lukas Schmitt noch der beste Torschütze beim Abstiegskandidaten. Eck warnt dennoch davor, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen: „Das ist ein Spiel mit Derbycharakter, das ist also alles andere als eine normale Oberliga-Partie.“


Zudem hat der Rückraumspieler schlechte Erinnerungen an die Nachwehen des letzten überraschenden Siegs der Bruchköbeler. „Nachdem wir gegen Bürgel gewonnen hatten, haben wir direkt danach verloren, das soll diesmal anders sein“, so Eck. Die SGB will, das macht der Rechtshänder klar, diesmal unbedingt nachlegen und vor dem Spiel gegen das Spitzenteam aus Kleenheim am kommenden Wochenende zwei weitere Punkte einfahren.